Handybilder verkaufen: Was für ein Smartphone brauche ich?

von | Apr 5, 2016 | Stockfotografie | 0 Kommentare

Vielleicht überrascht es dich, aber um deine Handybilder zu verkaufen brauchst du nicht zwangsweise das neueste iPhone oder ein anderes High-End-Gerät. Viel wichtiger ist, wie du das Potenzial deines Smartphones ausschöpfen kannst. Welche technischen Voraussetzungen dein Smartphone dennoch mitbringen sollte, erfährst du in diesem Beitrag.

K.O. Kriterium Handybilder verkaufen: die Kameraauflösung #1 

Grundsätzlich werden bei den meisten Fotoagenturen Bilder akzeptiert, die mit einer 5 Megapixel Handykamera oder mehr aufgenommen worden sind. Fast jedes aktuelle Einsteiger-Smartphone erfüllt dieses Kriterium. Ihr müsst euch also nicht zu viele Gedanken darum machen, ob ihr unbedingt 20 Megapixel braucht, damit ihr eure Handybilder verkaufen könnt. Ab 8 Megapixeln seid ihr auf der sichereren Seite was die Mindestauflösung betrifft und könnt auch mal einen etwas kleineren Bildausschnitt bei der nachträglichen Bildbearbeitung auswählen.

Diese 8 Megapixel entsprechen der Kameraauflösung des Iphone 4s sowie dem Iphone 5, 5s und 5c. Diese Modelle sind mittlerweile auch recht günstig auf dem Gebrauchtmarkt zu erhalten. Mal abgesehen von der Mindestauflösung ist es aber sinnvoll danach zu schauen, ob  das Handy generell scharfe und damit brauchbare Bilder produzieren kann. Die Megapixelzahl gibt darüber leider nur bedingt Auskunft. Auf chip.de und ähnlichen Portalen könnt ihr einen guten Eindruck darüber gewinnen, mit welcher Qualität getestete Handys Bilder aufnehmen können.

Handy Bilder verkaufen_Handyfotografie AppsK.O. Kriterium Handybilder verkaufen: Appfähiges Betriebssystem mit Android oder iOS #2

Damit ihr eure tollen Handybilder auch bearbeiten und direkt verkaufen könnt, seid ihr auf einige Apps angewiesen. Die meisten dieser Foto Apps sind sowohl auf Android als auch iOS Geräten verfügbar.

Etwas schwieriger wird es da schon mit den Windows Phones wie dem Nokia Lumia 1020 mit 41 Megapixeln, da bisher nur wenige Apps insbesondere für den Upload eurer Handybilder verfügbar sind.

Falls ihr aber zusätzlich ein Tablet oder ein iPad besitzen solltet, könnt ihr eure Handybilder z.B. über einen Clouddienst wie Google Drive auf das Tablet übertragen, die Bilder dort bearbeiten und mit den entsprechenden Apps auf Fotolia Instant, Stockimo, Foap und Co. uploaden.

Kriterium Handybilder verkaufen: die Bildqualität #3 

Mit steigender Bildqualität werden auch die Chancen größer, eure Handybilder bei den Fotoagenturen verkaufen zu können. Daher könnt ihr insbesondere beim Kauf eines neuen Smartphones neben der bereits erwähnten Kameraauflösung auf folgende Punkte achten:

a) Kameralinse

Die verbaute Kameralinse stellt so ziemlich das entscheidende Voraussetzungskriterium für eine gute Bildqualität dar. Auf kimovil.com wird die verbaute Kameralinse für das jeweilige Handymodell mit Bewertung aufgezeigt und ihr könnt euch andere Handys anschauen, bei denen die gleiche Linse verbaut worden ist.

b) Kamera App des Herstellers

Auch die verwendete Kamera Software des Herstellers kann einen Einfluss auf die letztendliche Bildqualität haben. Denn es gibt Handys, bei denen zwar die gleiche Linse verbaut worden ist, die aber bei Tests zur Bildqualität unterschiedlich abgeschnitten haben.

c) Bildstabilisator

Hier solltet ihr darauf achten, ob das Handy über einen Bildstabilisator verfügt, denn nichts ist ärgerlicher als ein verwackelter Snapshot eines einzigartigen Bildmotivs. Viele Smartphones haben einen digitalen Bildstabilisator. Bei teureren Handys werden auch optische Bildstabilisatoren verbaut, die ein weiteres Qualitätsmerkmal darstellen.

d) Autofokus

Kennt ihr das? Ihr wollt schnell ein Bild schießen aber euer Handy braucht ewig um das gewünschte Motiv scharf zu stellen? Dann zählt der Autofokus eures Smartphones nicht zu den leistungsstärksten auf dem Markt. Vor allem wenn ihr gern bewegte Motive fotografieren wollte – z.B. beim Sport – solltet ihr Wert auf einen guten Autofokus legen.

e) Neu: Sensor

Inzwischen gibt es auch die ersten Mobiltelefone, die mit einem größeren Bildsensor ausgestattet werden. Ein größerer Bildsensor ermöglicht die bessere Abbildung von Details, weniger Bildrauschen bei schlechten Lichtverhältnissen sowie das Spielen mit Schärfe-Unschärfe-Effekten.

So besitzt das Panasonic Lumix DMC-CM1 Smartphone einen 7-fach größeren Bildensor als die meisten „normalen“ Mobiltelefone. Aufgrund der speziellen Ausrichtung auf die Fotografie heißt der offizielle Name des Geräts daher auch SmartCamera. Der Preis für die Panasonic Lumix DMC-CM1 ist seit kurzer Zeit von ca. 900€ auf unter 500€ reduziert worden und könnte nunmehr eine ernsthafte Alternative für Handyfotografen darstellen.

f) Bildschärfe, Farbtreue & Bildrauschen

Hierbei handelt es sich um klassische Kriterien zur Beurteilung der Bildqualität. Die weiter oben angeschnittenen Hardware- und Softwarekomponenten wirken sich insgesamt auf das finale Ergebnis eures Snapshots aus. Neben eurer Motivauswahl sind das letztendlich die Merkmale, die darüber entscheiden, ob euer Bild bei den Agenturen aufgenommen und zum Verkauf angeboten wird.

Gerade bei den gesonderten Kollektionen aus dem Bereich der Handyfotografie siegt dennoch meist ein kreatives über ein langweiliges aber technisch einwandfreies Foto. So heißt es auf der Fotolia Instant Seite:

“Hier stehen Spaß, Kreativität und Spontaneität im Vordergrund: Fotolia Instant ist eine wegweisende Foto-Kollektion für Smartphone-Fotografen. Mit der Instant Collection können Sie die spontanen Momente im Leben, die Sie mit Ihrem Smartphone einfangen, direkt verkaufen.”

Fazit

Eine generelle Fotografenweisheit besagt, dass ein guter Fotograf auch mit einer schlechten Kamera tolle Bilder machen kann. Klar, gewisse Voraussetzungen sollte jede Kamera erfüllen, aber bereits mit den Einsteiger Smartphones lassen sich bei guten Lichtverhältnissen brauchbare Handybilder schießen, die über Verkaufspotential verfügen. Zusammenfassend sollte euer Smartphone also mindestens

  • 5 Megapixel haben (besser ≥ 8 Megapixel)
  • idealerweise auf Android oder iOS laufen und
  • mindestens durchschnittlich scharfe, farbechte Bilder mit geringen Bildrauschen bei guten Lichtverhältnissen auffangen können.

Erfüllt euer Smartphone diese drei Kriterien, dann könnt ihr praktisch sofort starten!

Wenn ihr dennoch keine Kompromisse eingehen und mit der richtigen Ausrüstung durchstarten wollt, findet ihr hier Handys, die sich besonders für Fotografie eignen.

Foto:
(1): © lzf / depositphotos.com

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